Mehr

    Corona aktuell: Inzidenzwert steigt weiter auf 12,2 – Politik


    Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit über zwei Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagmorgen lag sie bei 12,2 – am Vortag betrug der Wert 11,4 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Demnach meldeten die Gesundheitsämter dem RKI zuletzt binnen eines Tages 1890 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1642 Ansteckungen gelegen.

    Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 42 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 32 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 750 503 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. (22.07.2021)

    Bund wird Pflegeheime wieder mit Schutzmasken ausrüsten

    Das Kabinett hat am Mittwoch den ersten Teil einer neuen Strategie für den Bevölkerungsschutz beschlossen. Zunächst soll eine “Nationale Reserve Gesundheitsschutz” aufgebaut werden. Mittelfristig soll aber auch die Vorsorge für Krisen wie Hochwasser und größere Brände verbessert werden. Geplant ist ein gemeinsames Krisenzentrum von Bund und Ländern, in dem auch Hilfsorganisationen mitwirken.

    Damit soll Deutschland besser auf künftige Krisen vorbereitet sein, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Die Corona-Pandemie habe Abhängigkeiten schmerzlich vor Augen geführt. “In der Not zu kaufen ist immer teurer”, sagte Spahn. Die neue Reserve solle bei Pandemien und bei Katastrophen wie nun im Westen Deutschlands eingesetzt werden sowie für den Fall, dass Deutschland Bündnispartnern zur Seite stehen müsse.

    Pflegeeinrichtungen sollen jetzt bereits für Herbst und Winter mit Schutzmasken ausgerüstet werden. Damit wolle man die Heime “für alles, was sich entwickeln kann”, ausrüsten. Die im Aufbau befindliche Nationale Gesundheitsreserve enthält nach Angaben von Spahn eine Milliarde OP-Masken und mehr als 250 Millionen Masken mit FFP2-Standard. Man brauche intelligente Systeme mit Herstellern, damit medizinische Produkte vor ihrem Ablaufdatum in Verkehr gebracht werden könnten. Man wolle die Vernichtung von gelagertem Material möglichst vermeiden. (21.07.21)

    Mehr als 50 Millionen Menschen einmal geimpft

    Mehr als 50 Millionen Menschen in Deutschland sind nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn mindestens einmal geimpft. Das seien 60,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. 39,3 Millionen Menschen oder 47,3 Prozent seien vollständig geimpft. “Aber das reicht noch nicht gegen Delta: Bitte lassen Sie sich impfen”, schreibt Spahn auf Twitter.

    Spahn und Innenminister Horst Seehofer wollen im Lauf des Tages über den Umsetzungsstand bei der Nationalen Gesundheitsreserve informieren, die im vergangenen Jahr beschlossen worden war. Sie soll Deutschland etwa durch eine Lagerhaltung wichtiger medizinischer Produkte weniger abhängiger von internationalen Versorgungsketten im Krisenfall machen. (21.07.21)

    Erst Piks, dann Pokal: BVB-Stadion wird Impfzentrum

    Borussia Dortmund macht seinen Fans ein besonders Impfangebot. Zur Förderung des Impftempos in Deutschland bietet der Fußball-Bundesligist von Donnerstag an einen zusätzlichen Anreiz. “Als besonderes Highlight könnt Ihr im Anschluss an den kleinen Piks einen Spaziergang im Stadion machen und Euren Impftermin durch ein Foto mit dem DFB-Pokal abrunden”, teilte der Verein am Dienstag mit.

    Mit Blick auf den Herbst und voraussichtlich steigende Inzidenzzahlen sei es wichtig, “den Impfschutz in der Bevölkerung so groß wie möglich zu gestalten”. Das könnte die Chance auf die Rückkehr möglichst vieler Fans zu den Spielen der Borussia erhöhen. “Wir alle sehnen uns danach”, schrieb der Verein. Von Donnerstag an stehen im Stadion die Impfstoffe von Biontech und Johnson & Johnson zur Verfügung. “Macht mit, lasst Euch impfen und leistet Euren Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie”, appellierte der Revierclub an die Fans. (20.07.2021)

    Deutschland steuert auf Überangebot an Impfstoff zu

    Mehr als ein halbes Jahr nach Start der Corona-Impfungen steuert Deutschland auf ein Überangebot an Impfstoff zu. Die Verfügbarkeit an Impfstoffen werde die Nachfrage schon bald “deutlich” übersteigen, stellten die Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern am Montag in einem Beschluss nach einer Videoschalte fest. Der Beschluss lag der Deutschen Presse-Agentur vor. “Ein Rückgang der Nachfrage ist sowohl in den Impfzentren als auch in den Arztpraxen und bei den Betriebsärzten zu verzeichnen.”

    Um das Impftempo wieder zu erhöhen, sollen vermehrt sogenannte niedrigschwellige Impfangebote gemacht werden – nach dem Vorbild von Städten wie Berlin oder Bremen. Dazu zählten mobile Impfteams etwa auf Marktplätzen, bei Kirchen, Supermärkten, Einkaufshäusern, Kultur-, Sport- oder Freizeitaktivitäten, heißt es in dem Beschluss.

    Zudem sollen die Länder von Mitte August an nur noch die Menge an Impfstoff erhalten, die sie in der Vorwoche bestellt haben. Damit endet die bisher gleichmäßige Verteilung nach dem Bevölkerungsschlüssel. Grund ist, dass dann genug Impfstoffe zur Verfügung stehen sollen, um alle Bestellwünsche zu erfüllen. Der Bund soll zudem nicht genutzte Impfstoffe aus den Verteilzentren der Länder abholen, um zu vermeiden, dass sie weggeworfen werden müssen. (19.07.2021)

    Altmaier: Kein Grund für neue Maßnahmen

    Für Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) kommt eine erneute Schließung von Geschäften und Restaurants in der Corona-Krise nicht infrage. “Wir müssen und werden einen neuen Lockdown verhindern. Er wäre für viele Geschäfte und Restaurants, die bereits monatelang geschlossen waren, verheerend”, sagte Altmaier der Bild am Sonntag. Solange keine Überlastung des Gesundheitssystems drohe, gebe es keinen Grund für neue Maßnahmen. Geimpfte oder Jüngere hätten bei einer Infektion meist gar keine Symptome, die Intensivbetten-Kapazität in Deutschland sei weit von ihrer Auslastungsgrenze entfernt.

    Aus Sicht des Mittelstands sind Altmaiers Äußerungen indirekt Anlass zur Sorge. “Denn offenbar reagiert er damit auf entsprechende Überlegungen in der Bundesregierung“, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Markus Jerger, der Deutschen Presse-Agentur. Schon die Spekulation darüber verunsichere die Unternehmen und verhindere Investitionen. “Anstatt über neue Zwangsmaßnahmen zu spekulieren, sollte die Bundesregierung ein positives Signal an die Wirtschaft senden.” Die Union müsse sich “endlich einmal” gegen ihren Koalitionspartner durchsetzen und für eine Entlastung bei Steuern, Abgaben und Energiekosten sorgen.

    Der Vizechef der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Theurer, forderte einen “Wirtschaftsgipfel mit einer verbindlichen Absage der Bundesregierung an einen weiteren Lockdown.” Altmaier sprach sich für mehr Tempo und Angebote vor Ort beim Impfen aus. Und: “Wir sollten überlegen, Großveranstaltungen wie Konzerte oder Fußballspiele auf geimpfte und genesene Besucher zu beschränken. Ein Negativ-Test allein darf dafür dauerhaft nicht ausreichen.” Belohnungen für Impfwillige lehnte der Minister jedoch ab. (19.07.2021)



    Source link

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here