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Dienstag, Juli 27, 2021
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    Digitale Identität: Experte sieht Gefahr für Kinder durch verbesserte Technik


    Die hohe Auflösung von Fotos in sozialen Netzwerken sowie Gesichtserkennungs- und künstliche Alterungssoftware bergen große Gefahren, warnen Cyberkriminologen – insbesondere für Kinder.

    Die stetige Verbesserung der Smartphone-Technik birgt aus Sicht des Cyberkriminologen Thomas-Gabriel Rüdiger neue Gefahren für Kinder in sozialen Medien. Die immer bessere Auflösung von Bildern etwa sorge zum Beispiel schon heute dafür, dass biometrische Daten wie Fingerabdrücke ausgelesen werden könnten, sagte der Leiter des Instituts für Cyberkriminologie an der Hochschule der Polizei des Landes Brandenburg der Deutschen Presse-Agentur.

    “Dazu kommt, dass Gesichtserkennungssoftware sich auch stetig verbessert und es auch künstliche Alterungssoftware gibt, auch für Privatanwender.” Ein Kinderbild, das heute öffentlich geteilt wird, kann laut Rüdiger dazu führen, dass das Kind auch im Alter darüber “vollautomatisch” auffindbar sein wird. “Damit kann es passieren, dass dem Kind schon in jüngsten Jahren die Möglichkeit genommen wird, eine eigene oder auch gar keine digitale Identität zu entwickeln.”

    Das alles sei nur der aktuelle Stand der Technik, sagte Rüdiger, dessen Prognose für die Zukunft nicht optimistisch klingt: “Was aus den vorhandenen Bildern noch in der Zukunft ausgelesen werden kann, ist jetzt noch gar nicht ersichtlich.”





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