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    Fußball – Dresden – Dynamo-Präsidium bestätigt: Scholze bleibt Vorsitzender – Sport


    Dresden (dpa) – Auf Mitgliederversammlungen der SG Dynamo Dresden kann es schon einmal heiß hergehen. Doch die außerordentlich einberufene Veranstaltung am Mittwochabend war definitiv eine der ruhigeren in der Geschichte des Fußball-Zweitligisten.

    Rund drei Stunden ging die Zusammenkunft im Rudolf-Harbig-Stadion. Das lag vorrangig daran, dass laut Satzung ausschließlich die Wahlen des Präsidiums, des Ehrenrats und des Jugendrats durchgeführt werden durften. Denn diese waren ursprünglich für den 12. Juni vorgesehen, mussten aber nun nachgeholt werden. Denn die als Ersatz für die im November 2020 ausgefallene Präsenzveranstaltung durchgeführte Online-Versammlung musste nach knapp zwei Stunden aufgrund technischer Probleme abgesagt werden.

    Aus den Wahlen vom Mittwochabend ging nun erneut Holger Scholze als Dynamo-Präsident hervor. Der 50 Jahre alte TV-Börsenexperte bekleidet das Amt seit Dezember 2018 offiziell, nachdem er es seit Oktober bereits interimsweise betreute. Mit lediglich 204 Stimmen erhielt Scholze von den 350 anwesenden Mitgliedern jedoch nur die zweitmeisten Stimmen, hinter seinem Stellvertreter Ronny Rehn (288 Stimmen). Michael Bürger (190 Stimmen) komplettiert das vorrangig mit repräsentativen Aufgaben betreute Gremium.

    Noch im Juni wurde Scholze vom Ehrenrat des Vereins wegen “Schleichwerbung” zu einem Ordnungsgeld von 250 Euro verurteilt und erhielt zudem einen Verweis. Daraufhin erklärte der 50-Jährige nun: “Ich habe gar kein Interesse daran, die Sache größer werden zu lassen, als sie ist, und persönliche Interessen über Dynamo Dresden zu stellen. Der Präsident von Dynamo Dresden wird nicht gegen den Ehrenrat vorgehen.”

    Schon am 12. Juni gab Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Jürgen Wehlend erste Zahlen bekannt. Nachdem im Geschäftsjahr 2019/2020 trotz der beginnenden Corona-Krise und des Abstiegs in die 3. Liga noch ein Gewinn von 1,25 Millionen Euro erwirtschaftet worden war, geht er für das Jahr 2020/2021 bis zu vier Millionen Euro Verlust aus. Das sind rund 1,8 Millionen Euro weniger als befürchtet. Werden zudem noch weitere Überbrückungshilfen für den damaligen Drittligisten ausgezahlt, kann sich der Verlust auf 2,5 bis drei Millionen Euro weiter verringern.

    Zudem hofft der Geschäftsführer, mit Beginn der neuen Saison ein Stufenkonzept für die Rückkehr der Zuschauer einführen zu können. Zum Saisonauftakt in der 2. Bundesliga plant der Verein mit einer Stadionauslastung von maximal 30 Prozent. Am kommenden Samstag (13.30 Uhr/Sky) gegen den FC Ingolstadt würden somit rund 9600 Fans Dresdens erstes Heimspiel im für 32.249 Zuschauer ausgelegten Rudolf-Harbig-Stadion verfolgen.

    © dpa-infocom, dpa:210721-99-469475/3



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